Montag, 21.05.2012

Santa Catalina

Anfang Januar gings dann schließlich noch mal für drei Tage nach Santa Catalina, einem berühmten Surferstrand in der Provinz Veraguas. Wir sagten Emmas Haus und ihrer Katze Lebewohl und zusammen mit Tanja und Nelson fuhren wir los. Nach gefühlten endlosen Stunden Busfahrt und Wartens auf Busse kamen wir schließlich abends an. Noch auf der Busfahrt versuchten wir verschiedene Hostels zu erreichen, die nur leider alle voll waren…also gingen wir nachts noch selbst auf die Suche und landeten schließlich in einem Dreibettzimmer eines Hotels. Wir schoben für die Nacht zwei Betten zusammen und es war nicht sehr bequem, aber für 6.25$ pro Person sehr günstig. Abends aßen wir Curryhühnchen mit Kartoffeln und Salat in einem Restaurant einer Österreicherin, das zwar nicht soo günstig wie die normalen panamaischen Restaurantangebote war, dafür aber tausendmal so lecker :) nur Nelson war nicht sonderlich begeistert, er wollte lieber seinen geliebten Reis mit frittiertem Huhn essen… den Abend verbrachten wir wieder mit Herz-spielen - ooh waren wir süchtig geworden :D

Da eine Tour zur Isla Coiba zu teuer war, entschieden wir am nächsten Tag zum Strand zu gehen, der allerdings ein Stück weit entfernt war. Erst versuchten wir über Felsen von einem Strand zum nächsten zu laufen, gaben dann aber schließlich auf und wanderten die normale Straße hinab, bis uns die Österreicherin, die zufällig mit dem Auto vorbeikam, mitnahm.

Dank Ebbe war der Strand sehr riesig und überall im Wasser tummelten sich die Surfer und Touristen, was ganz angenehm war, da man mal nicht auffiel. Die Jungs mieteten sich Surfbretter und versuchten ihr Glück in den Wellen, die grade an diesem Tag nicht sonderlich hoch waren.

Tanja und ich chillten am Strand, passten auf die Klamotten auf und gingen später baden. Die Zeit verging wie im Flug, bald wars schon Mittagszeit (wir aßen im Strandrestaurant) und als es dann dämmerte, machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel. Während wir duschten, verschwand Nelson und als er wieder auftauchte, erfuhren wir, dass er schon in seinem panamaischen Restaurant seinen geliebten Reis mit Hähnchen verschlungen hatte, aus Angst, wir würden woanders essen wollen… Panamaer…!

Den Abend verbrachten wir im Restaurant mit Herz spielen und am nächsten Tag mussten wir schon wieder früh raus, um den Bus zurückzunehmen. Für einen richtigen Tag, hatte sich der Ausflug nicht unbedingt gelohnt, aber mehr Zeit hatten wir nicht, da Lin in wenigen Tagen nach Hause fliegen sollte. In Santiago trennten wir uns von den den anderen Beiden und fuhren mit dem Bus nach Panama. Dort nahmen wir uns für die letzten Tage ein Hotel und genossen die letzten Tage in den Malls und an der Cinta Costera. Dann war es auch schon Zeit um Abschied zu nehmen, ich brachte meinen Freund zum Flughafen und fuhr dann selber zurück nach Guararé.

Montag, 21.05.2012

Isla Iguana

An einem anderen Tag fuhren wir mit dem Bus nach Pedasi und vom dortigen Strand aus zur Isla Iguana. Wir wollten schon im November dorthin, da meine Familie allerdings rumstresste, schoben wir es auf. Schade eigentlich, denn die Insel ist ein Paradies!!! Sie ist unbewohnt und steht zum Teil unter Naturschutz des ANAAM, wer zur Isla möchte, muss sich ein Boot für 60$ (5-10Personen) mieten, das einen ca eine halbe Stunde übers Meer dorthin transportiert. Der Strand ist ein wunderschöner heller Sandstrand, das Wasser ist wie in der Karibik hellblau und klar. Etwas weiter im Wasser kann, wer Tauchausrüstung dabei hat, die Korallen bewundern. Man muss allerdings sehr mit der Sonne aufpassen, da es kaum schattenspendende Bäume gibt, trotzdem gehört die Isla Iguana eindeutig zu meinen Lieblingsplätzen in Panama!

Iguana

Als ich später mit Tanja und Verwandten einer Freundin dort war, gab es allerdings Haialarm. Gesehen habe ich keinen, als wir jedoch mit dem Boot zurückfuhren, hielt ein Boot neben uns, das vier tote Haie beherbergte und ehrlich: denen will ich niemals im Wasser begegnen!

Montag, 21.05.2012

Playas in Los Santos

Um Weihnachten herum, mieteten Nelson, Tanja, mein Freund und ich uns in Chitre ein Auto und fuhren damit die Stränder Halbinsel ab, da man diese per Bus kaum erreicht. Zuerst ging es über das Azuero-Gebirge zum Strand Destiladeros, dessen Wasser wunderschön klar ist. Auf dessen Klippen stehen die faszinierensten Villen, sogar Shakira soll dort ein Haus besitzen. Die sehr schlechte Straße dorthin, hält Touristen meist fern und die Reichen reisen per Hubschrauber an.

Mittag aßen wir in Guanico Abajo und gingen dort auch zum ersten Mal baden. Danach gings zum Playa Venao, einem hier berühmten Surferstrand, bei dem die Jungs versuchten zu Surfen. Uns Mädels rissen die Wellen auch ohne Surfbrett genug von den Beinen.

Wir blieben dort bis zum frühen Abend und machten uns dann auf den Weg zur Isla Canas, einer kleinen Insel am Rand des Festlandes. Bei Ebbe kann man fast rüberwaten. Uns erwartete Flut, so dass wir mit einem kleinen Boot rüberfuhren.

Auf der Insel gibt es ein kleines Dorf und die Strände sind berühmt für die Schildkröten, die dort ihre Eier ablegen. Leider war das Meer sehr aufgewühlt, so dass die Einwohner bezweifelten, dass die Schildkröten an diesem Tag zur Eiablage herauskommen würden. Die Mosquitos taten ihr restliches und nach einem Sandia (Wassermeloneneinkauf) für grade mal 50cent, machten wir uns dann doch schnell wieder auf den Rückweg.

Montag, 16.04.2012

Silvester

Silvester ähnelte dem Weihnachtsabend sehr stark, abgesehen davon, dass meine Eltern an diesem Tag in die Kirche gingen. Es kamen wieder alle Verwandten, die auch Weihnachten da waren und es gab wieder dasselbe Essen… um Mitternacht gab es überall Feuerwerk und es gingen alle nach Hause, abgesehen von Lin und mir. Wir fuhren dies mal wirklich mit Tanja, Nelson und Domingo nach Las Tablas in die PH (Pub Herrera, eine Art Freilichtdisco… schon bei meiner Familie hatte ich bemerkt, dass die Frauen in schickeren Kleidern und höheren Schuhen als sonst kamen… in Las Tablas, wo schon einigermaßen mehr los war, rannten alle Mädels in übertriebenen schicken Kleidern und hohen Schuhen durch die Gegend, so dass ich mir richtig underdressed vor kam. Da der DJ in der PH eher Lust zum Reden hatte, anstatt Musik zu spielen, fuhren wir dann auch ziemlich schnell wieder nach Hause…

Im Großen und Ganzen war Weihnachten und Silvester sehr unspektakulär…im Nachhinein hatte ich eher das Gefühl, diese Feste verpasst zu haben, anstatt „anders“ gefeiert zu haben.

Das Weihnachtspaket meiner Großeltern und das meiner Eltern, mit Weihnachtsstollen und selbstgebackenen Keksen kam kurz nach Weihnachten an (Vielen Dank noch mal dafür :)) und ich muss sagen, es war ein sehr seltsames, aber doch auch schönes Gefühl bei 30°C Lebkuchen zu essen. So etwas wie Weihnachtsmarkt oder Weihnachtskekse gibt’s hier nämlich nicht und so wurde mir dann doch ein bisschen Heimatsgefühl vermittelt :)

Montag, 16.04.2012

Weihnachten

Dass Weihnachten vor der Tür stand, wusste ich schon seit Anfang Dezember, da um diese Zeit schon der Weihnachtsbaum geschmückt in unserem Flur stand (aus Canada oder den USA importiert). Bis Weihnachten hatte er zwar fast alle Nadeln verloren, aber dafür erinnerte ein (hässlicher) Pappweihnachtsmann an der Haustür und Girlanden mit Christbaumkugeln vor den Fenstern, an das Fest;) Panamaer lieben Kitsch…in anderen Gärten sah man Leuchtketten um Palmen gewickelt, leuchtende Weihnachtsmänner und Rentiere,...

Sehr lustig fand ich es, dass meine Nichte zu mir angerannt kam, auf ein Schild mit der Aufschrift „Merry Christmas“ zeigte und ganz stolz war, dass dort mein Name stand :D

Einen Tag vor Weihnachten half ich meiner Mutter und ihren Geschwistern dabei, Tamalis zu machen. Tamalis bestehen aus einer Art Maisbrei mit Füllung. Sie sind ungefähr handgroß und werden mit einer Olive, einem Stück Hühnchen, einer Rosine und Kräutern gefüllt, anschließend in Bananenblätter gewickelt und vorm Essen kurz gekocht. Ich mag die Dinger eigentlich ganz gerne :)

Der 24. war ziemlich unspektakulär… abends fuhr ich mit meinem Freund zu meiner Familie, half dort noch ein bisschen beim Essen zubereiten und dekorieren mit und dann ging es „los“. Es kamen ungefähr 15-20Verwandte und wir saßen alle zusammen vor unserem Haus, wo normalerweise das Auto steht. Ab 22Uhr gab es Essen, das Buffettmäßig aufgebaut war, aber wie immer in Panama durfte man sich nicht selbst auftun… Es gab das ganz typische panamaische Essen: Tamalis, zwei verschiedene Fleischsorten, Kartoffelsalat, Arroz con Pollo (Reis mit Hühnchen), eingelegter Kuchen als Nachtisch und als Highlight Obst! Es wurde mir zwar immer erzählt, dass es zu Weihnachten gaaaanz viel Obst geben würde… dass es aber letztendlich dann doch nur aus Äpfeln, Birnen und Weintrauben bestand, fand ich etwas enttäuschend. Warum auch immer, die Panamaer mögen weder Obst, noch Gemüse.

Nach dem alle gegessen hatten, die Männer Bier tranken und die Kinder irgendwo im Haus spielten, gab es Feuerwerk (gibt es immer und überall) und danach gingen alle nach Hause. Geschenke gab es so gut wie keine…nur für die Kleinsten hatte meine Schwester eine Kleinigkeit gekauft und mein Geschenk für die Familie gab ich meiner Mutter dann auch lieber erst am nächsten Tag.

Eigentlich hatten wir geplant, noch mit Freunden in die Disco zu gehen…allerdings tat uns das Essen nicht sonderlich gut und wir gingen dann doch lieber nach Hause. Tja…das war Weihnachten in Panama.

 

 

Montag, 16.04.2012

Bocas - Urlaub (Dez 2011)

Nach dem ich einigermaßen von meiner Lebensmittelvergiftung erholt war, fuhr ich am Sonntag Nachmittag mit Nelson nach Panama. Er wollte mich zur Sicherheit begleiten, da mein Freund nachts ankommen sollte und es nachts vor allem als weißes Mädchen weder mit dem Taxi noch mit dem Bus in der Haupstadt sicher ist. Dazu kennt er sich in Panama besser aus als ich. Nach dem wir ein Hotel für mich und meinen Freund reservierten, schauten wir uns noch das Weihnachtsdesfile an der Cinta Costera an, die sich von den übrigen Desfilen nur dadurch unterschied, dass die Teilnehmer, Wägen und Autos alle weihnachtlich angezogen bzw geschmückt waren. Und wie immer wenn ich in der Hauptstadt war, regnete es…

Am selben Tag an dem mein deutscher Freund ankommen sollte, wurde Noriega, ein ehemaliger Machthaber Panamas von Frankreich eingeflogen. Noriega ist durch Drogenhandel, Geldwäscherei, Kontakten und Einfluss auf die Regierung und später als Diktator (er eliminierte alle seine Gegner und fing einen Krieg mit den USA an) einer der meistgehassten Männer Panamas. Er saß nun schon seit sieben Jahren in Frankreich im Knast und soll nun den Rest seines Lebens in Panama verbringen.

Es gab ein daher großes Polizeiaufgebot, Absperrungen am Flughafen und so hofften wir, dass Lin ohne Probleme zwei Stunden später landen würde, was er dann auch tat :)

Ich holte ihn mit Nelson und einem weiteren Freund von ihm namens Domingo ab und die Jungs brachten uns sicher zum Hotel. Die nächsten zwei Tage verbrachten wir mehr oder weniger in der riesigen Mall oder im Hotel, da es draußen nur schüttete und wir am zweiten Tag abends mit dem Bus nach Bocas fahren wollten, die Tickets aber schon vormittags im Busterminal gegenüber der Mall kaufen mussten. Zusammen mit drei Freundinnen von mir, fuhren wir dann am Dienstag abend los…knapp 9Stunden mit dem Bus gings durch die Provinzen und Berge bis zur Provinz Bocas del toro, die an der Karibikküste liegt. Dank der voll aufgedrehten Klimaanlage und Temperaturen bis zu 17°C (ab unter 25°C frier ich) im Bus, konnte man nur frieren und kaum schlafen. In der Nähe von David wurden dann um 3Uhr nachts noch alle Pässe kontrolliert…

So kamen wir ziemlich fertig in Almirante an und fuhren mit einem Wassertaxi zur Isla Colon, der Provinzhauptstadt. Dort suchten wir uns ein Hostel, holten Schlaf nach und dann begann unser abenteuerlicher Karibikurlaub.

Aus welchen Gründen auch immer, hatte ich bisher Karibik immer mit Sonne, Hitze, Strand verbunden..ich sollte eines Besseren belehrt werden…

Das Wetter war schon am Ankunftstag recht kühl, regnerisch und es wurde nicht besser. Am Ankunftstag schliefen wir und erkundeten die recht kleine Provinzhaupstadt.

Trotz schlechten Wetters machten wir am ersten richtigen Tag für 15Dollar eine Tour mit. Es ging mit einem Boot in eine Bucht, in der man Delfine sehen konnte, wir machten Rast auf einer kleinen Isla, gingen mitten auf dem Meer Schnorcheln und sahen verschiedenste Korallen und bunte Fische (hat mich an „Findet Nemo“ erinnert :) ) und ganz zu lezt fuhren wir zur Isla Bastimentos zum Red Frog Beach. Der Strand an sich war wunderschön und man konnte sich für einen Dollar von einheimischen Kindern die für den Strand typischen roten Frösche sammeln lassen, doch baden gehen oder sonnen konnte man dank dem Wetter vergessen. Es regnete durchgehend, war dazu ziemlich kühl und die Bootsfahrten, durch die man klitschnass wurde trugen auch nicht grade zum Wohlbefinden bei. Ich hab selten so gefroren und wir waren alle froh abends wieder im Hostel zu sein und warmen Kakao zu trinken. (Was hätte ich für eine warme Dusche gegeben…)

Das Hostel war ganz nett eingerichtet, es gab eine Gemeinschaftsküche, in der wir immer kochten und morgens Pancakes (die es gratis zum Frühstück gab) aßen. So verbrachten wir die ersten Abende „zu Hause“ und unterhielten uns über die Unterschiede zwischen Holland und Deutschland, über Norddeutsch und Schwäbisch (schon gewusst, dass ich hochgestochen rede? :D) .

Am zweiten Tag schliefen wir aus und fuhren Nachmittags zum Boca del Drago, einem wunderschönen weißen Sandstrand, der sich bei Regenwetter allerdings nur durch Palmen von der Ostsee unterscheidet^^ wir wanderten vom Bocas del Drago zum Playa de las estrellas, in dessen Wasser ganz viele Seesterne zu sehen sind :) Dort sahen wir dann nochmals Faultiere und Delphine. Da wir uns im Wasser Splitter von Seeigeln (vermuteten wir) zuzogen, die höllisch pickten, blieben wir nicht lange…

Da die Isla Colon eigentlich super zum Feiern geeignet ist, wollten wir nun an diesem Abend weggehen… doch die Geldautomaten spuckten schon seit dem Vortag kein Geld mehr aus, unser Bargeld reichte grade so zum täglichen Essen kaufen und für die Fahrt für eine Person zurück nach Almirante, wo es hoffentlich einen funktionierenden Geldautomaten gab. Den Samstag vergammelten wir weites gehend und gingen Abends bei Regenfluten Pizza essen. Ich hab noch nie SO einen Regen erlebt. Die ganze Straße stand unter Wasser, so dass wir teilweise Knietief versanken! Wir machten zwei Nächte Schulden beim Hostel, bis der Geldautomat nach drei Tagen Warten endlich wieder Geld gab und wir uns zur nächsten Insel auf machen konnten.

Wir fuhren zur Isla Bastimentos, wo wir uns wieder ein Hostel suchten. Die Insel war ganz anders als die Isla Colon.. weniger touristisch, mit einem kleinen Dorf und wenigen Hostels. Irgendwie gemütlich und einfach mehr karibisch. Wir beschlossen am Nachmittag zum Playa Wizzard über einen kleinen Berg auf die andere Seite der Insel zu wandern. An diesem Tag regnete es ausnahmsweise mal nicht, da es die Tage zuvor aber geschüttet hatte, erwies sich der Trampelfad durch den Urwald zum Strand als Schlammbad. Nach 10min wandern zogen wir die Schuhe aus und matschten Barfuß weiter. Natürlich war ich die Einzige, die sich auch noch hinpackte… der Weg schien kein Ende zu nehmen, doch endlich kamen wir nach einer Dreiviertelstunde ans Ziel. Der Strand ist sehr einsam und umgeben von Klippen und Urwald, aber sehr schön! Wir überlegten das Wassertaxi was es gab, für den Rückweg zu nehmen, allerdings ließ dieses seine Insassen ca 30m vor Strand im Wasser raus, da die Wellen zum Anlegen zu hoch und mitreißend waren. Für uns Mädels waren sie dank der Größe und Kraft selbst zum Baden nicht sehr angenehm, während Lin seinen Spaß hatte. Auch die zwei Surfer, die bei uns im Hostel wohnten, nach uns losgegangen und vor uns angekommen waren (?), trauten sich nicht zu surfen. Wir fragten sie welchen Weg sie gegangen wären (zwischendurch gabs Abzweigungen) um einen einfacheren Weg zurückzugehen. Sie erklärten uns mehr oder weniger die Richtung und später bogen wir gleich in einen kleinen Trampelpfad ein, der direkt in den Urwald führte…doch dieser teilte sich mehrfach, wurde immer schmaler und nach dem unser Weg plötzlich ein Ende fand, irgendetwas Großes vom Baum fiel und ein paar Meter neben uns ein Hund ganz jämmerlich heulte, hatten wir Mädels genug! Es dämmerte, wir hatten uns irgendwo im Urwald verirrt und einfach keinen Bock mehr! Wir rannten fast zurück und schlugen uns zwischendurch mehr oder weniger durch den Urwald, da wir nicht mehr auf dem richtigen Weg waren und waren unendlich froh dann doch unseren Matschweg zu finden und diesen zurück zum Dorf zu klettern. Wir kamen grade so zurück, bevor die Nacht komplett einbrach und konnten dann auch über unser Abenteuer lachen.

Am Abend brachte Lin uns das Kartenspiel Herz bei und wir spielten den ganzen Abend. Am nächsten Tag chillten wir den ganzen Tag im Hostel und gingen abends in einem einheimischen Restaurant essen. Das erste Auffällige war, dass ein Mann kochte (hab ich hier noch nie erlebt). Es gab Lasagne und angebratenes verdammt leckeres Brot. Ich hab noch nie hier soo leckeres Essen gegessen! Wir waren alle total begeistert und störten uns irgendwann auch nicht mehr an einem geistig Behinderten, der neben uns saß, oder am „Biologen“ der rumtrinkend, ganz begeistert irgendeine Geschichte über Benz und Daimler ständig wiederholte… später kam auch noch ein Kerl aus unserem Hostel hinzu, mit dem man allerdings kein Wort wechseln konnte, da er dauerbekifft wirkte. Irgendwie gewöhnt man sich an die Verrücktheiten.

Am nächsten Tag ging es dann ganz zurück…wir holten unser bestelltes Brot beim Restaurant am Abend davor ab und fuhren per Boot und Bus zurück in unsere Provinzen. Wir freuten uns in Chitré grade so den letzten Bus nach Las Tablas zu bekommen, die Freude minderte sich jedoch, nach dem unser Gepäck im Kofferraum eingeschlossen wurde und dieser nicht mehr aufging. Wir fuhren also mit dem Busfahrer bis nach Hause, erhielten dann doch noch unser Gepäck und wurden nach Guararé gebracht. Dort fuhr ich dann mit meinem Freund zum Haus der Amerikanerin von Peace Corps, wo ich vorerst mit meinem Freund wohnen sollte, da er nicht bei mir zu Hause wohnen durfte und ich ihn nicht alleine lassen wollte. Wir sollten dort außerdem noch auf ihre Katze aufpassen, die mir jede Nacht den Schlaf raubte, weil sie mich versuchte umzubringen. Tja, Pech wenn das Haus keine Türen hat…

 

Montag, 13.02.2012

Chaos in Panama

Tut mir leid, dass ich so lange nicht mehr geschrieben habe…war viel unterwegs. Jetzt mal zu etwas aktuellem in Panama…

In den letzten zwei Wochen gab es ein paar Unruhen hier im Lande…

die indigene Bevölkerung (Ureinwohner Panamas) protestierte und verbarrikadierte an mehreren Stellen die Panamamericana, die einzige große Straße die einmal quer durch Panama reicht. Nach dem in einer der ersten Nächte nun auch noch der Anführer der Indigenen umgebracht wurde (die Polizei hatte angeblich nichts damit zu tun) hielten die Proteste an und auch die meiste Bevölkerung war auf Seiten der Indigenen.

Die meisten Proteste und Straßensperrungen gab es in den Provinzen Chiriqui und Bocas del toro, so dass diese Provinzen quasi geschlossen waren. Da es in manchen Gebieten nur die Panamamericana gibt, kam man nun weder nach Chiriqui, noch nach Bocas, noch nach Costa Rica durch. Sie forderten damit die Regierung zu einen weiterführenden Dialog auf.

Grund war ein neues bzw altes Bergbaugesetz des derzeitigen Präsidenten Martinelli. Der Großteil der indigenen Bevölkerung (Stamm Ngäbe-Buglé) wohnt in einem semi-autonomes Gebiet in den Bergen von Chiriqui und Bocas, in dem es das zweitgrößte Kupfervorkommen der Erde gibt. Nun sind ausländische Firmen am Abbau der Bodenschätze (Gold, Silber, Kupfer) interessiert, durch die vorherige Gesetzeslage ist dies für ausländische Firmen allerdings unmöglich. Daher brachte Martinelli schon letztes Jahr ein neues Bergbaugesetz heraus, um den ausländischen Firmen die Türen zu öffnen. Er missachtete dabei ein Übereinkommen der internationalen Arbeiterorganisation, das ihn verpflichtete die Rechte und Terretorien der indigenen Gruppen anzuerkennen und sie bei geplanten Veränderungen ihres Lebensraums miteinzubeziehen. Somit  gab es damals schon vier Wochen lang Proteste von Seiten der Umweltschützer, Indigenen, Kirchen und Oppositioneller, so dass Martinelli das Gesetz schließlich wieder zurücknahm… Indigene Gruppen legten nun der Regierung ein Gesetz vor, der den Abbau der Bodenschätze, die Errichtung von Wasserkraftwerken in ihrem Gebiet verbot und forderten Verhandlungen über alternative Entwicklungsmodelle zum Schutz ihrer Kultur und Gesellschaft. Da die Regierung die Verhandlungen ständig behinderte und dieses Jahr wieder versuchte das Bergbaugesetz herauszubringen, gab es erneut Proteste, die das ganze Land lahm legten.

Auswirkungen hatten die Streiks vor allem auf die Lebensmittelversorgung und Reisenden. Es gab Versorgungsmängel , da in Chiriqui zum Beispiel das ganze Gemüse für Panama angebaut wird, gabs in unserer Provinz kaum noch Gemüse und teilweise kein Benzin mehr, in Chiriqui wurde Milch an die Bevölkerung verschenkt, da die Firma die großen Mengen nicht lagern konnte und die Aufbereitung zur Haltbarkeit in einer anderen Provinz stattfand. In Bocas del toro wurden Bananen verteilt, da die Bananenplantagen nicht exportieren konnten… es gab lange Staus, die Leute mussten in den Autos und Bussen schlafen, da niemand wusste wie lange die Streiks anhalten würden. Die Flughäfen waren überfüllt von Reisenden  und sogar AFS hat die Reisenden von uns, per Flug wieder in ihre Provinz befördert und wir sollten bestenfalls zu Hause bleiben und abwarten.

Nach knapp einer Woche ohne Reaktion der Regierung begannen nachts die Räumungen der Straßen, wobei es zu Straßenschlachten zwischen Indigenen und Polizei kam. Die Polizei setzte gegen die mit Steinen und Molotowcocktails werfende Bevölkerung, Tränengasbomben ein und kontrollierten so die Straße… es war ihnen verboten Schusswaffen zu benutzen, trotz allem starb ein Indigener an einer Schussverletzung  aus nächster Nähe und mehr als 20 Weitere wurden verletzt… somit gab es schließlich noch mehr Proteste von Panamaern, Indigenen und verschiedene Gruppierungen und zu landesweiten Straßensperrungen, so dass man kaum von Einer in die nächste Provinz kam.

Die Proteste wurden leider auch zunehmend radikaler… ein Freiwilliger wohnt in Volcan, wo es starke Proteste gab und erzählte, dass die Straße zum Dorf gesperrt ist, Nahrung und Wasser allmählich knapp werden würde und es Straßenschlachten mit Schüssen gab. Die Polizeistation wurde verwüstet und abgebrannt, ebenso wie alle Autos, die herumstanden und angeblich auch das Rathaus… in Bocas wurden  zwischendurch alle Regierungsgebäude und später auch alle Läden sicherheitshalber geschlossen.

Leider war die Berichterstattung über das ganze Geschehen sehr schlecht, so dass kaum einer genau wusste, worum es geht…und auch die Zeitungen waren sehr regierungsfreundlich (Pressefreiheit? Nicht vorhanden). Letztendlich ist doch eine Regierungstruppe in die Provinzhauptstadt David gekommen um zu verhandeln…vom Präsidenten Martinelli, hört man allerdings kaum etwas. Im Moment halten die Verhandlungen an…

Freitag, 27.01.2012

Letzte Schultage

Die letzten Schultage flossen immer zäher dahin…Englischunterricht gaben wir aus welchen Gründen auch immer schon lange nicht mehr, sondern halfen nur noch in den Klassen mit. Da nach knapp zwei Monaten die Lehrerin Dilsa erkrankte, sprang dafür ein neuer Lehrer ein, in dessen Klasse immer eine Freiwillige mithelfen sollte. Sein Unterricht unterschied sich leider kaum von den anderen Lehrern. Es herrscht immer ein sehr strenger Umgangston in den Klassen. Zu den oberste Regeln gehören Disziplin und Respekt vor dem Lehrer. Morgens trudeln die Kinder nach und nach ein (Kindergarten beginnt um halb sieben Uhr morgens) und meist dürfen sie puzzeln bis der Lehrer Lust hat mit dem Unterricht anzufangen. Meist wird vor Unterrichtsbeginn gebetet und je nach Lehrer noch die Wochentage, das Datum und die Feiertage des jeweiligen Monats bestimmt oder gesungen. Danach zeichnet der Lehrer oder auch wir Freiwilligen etwas an die Tafel, das erklärt wird und anschließend von den Kindern abgezeichnet werden soll. Die Themen haben meist etwas mit dem eigenen Land zu tun, zum Beispiel die verschiedenen Häuser Panamas, Nationaltracht, Flagge, typische Musikinstrumente, aber es kann sich auch darum handeln, aus welchen Teilen ein Computer besteht oder was für Verkehrsmittel es gibt. Nach diesem Part sollen sie oft ihren Namen schreiben üben, zum Ende hin die Vokale und die Zahlen bis zehn. Je nach Lehrervorliebe geschieht dies entweder im Heft oder an der Tafel. Danach „basteln“ sie. Das heißt genauer gesagt, sie suchen in Zeitschriften nach den benötigten Buchstaben, Zahlen oder Figuren und kleben diese anschließend in ihr Heft oder auf ein Stück Papier. Selten sollen sie auch mal mit Tusche ihren Namen oder Buchstaben schreiben üben. Wenn die Aufgaben erledigt sind, werden sie der Lehrerin vorgezeigt und je nach ihrer Lust und Laune akzeptiert oder wegradiert und die Kinder mussten noch mal neu anfangen. Ab und zu wurden sogar Arbeiten aus dem Heft herausgerissen, da sie angeblich zu hässlich wären. Selten durften die Kinder selbst kreativ sein und einfach nur malen. Selbst dann fragten sie oft, welche Farben sie benutzen dürfen oder was sie malen sollten… zum Ende des Tages hin durften die Kinder entweder kneten (meist die gelernten Dinge nachkneten) oder ab und zu auch in den Park. Allgemein herrschte immer ein ziemlich strenger Umgangston, der uns Freiwilligen alles andere als gefiel. Wir versuchten entspannter und freundlicher mit den Kindern umzugehen, wodurch wir auch gleich alle Kinderherzen gewannen und es schließlich ständig „teacher, ayudame“ (Lehrer, hilf mir) hieß, denn jedes Kind wollte unbedingt, dass wir ihm helfen. Dadurch waren wir zwar sehr kindernah, wurden von den Lehrern aber eher skeptisch beäugt und wir bauten bessere Beziehungen zu den Kindern auf, als zu unseren Arbeitskollegen.

Da die meisten Kinder inzwischen schon ihren Namen schreiben, teilweise sogar andere Wörter von der Tafel abzeichnen konnten, durften wir immer weniger helfen, sondern saßen oft nur in den Klassen und schauten dem Unterricht zu. Zwischendurch strichen wir Regale neu an oder dekorierten das Infobrett des Kindergartens, aber an sich gab es immer weniger zu tun und wir freuten uns schon auf die Ferien. Immerhin durften die Kinder nun nicht nur einmal die Woche, sondern fast täglich auf den Spielplatz, oft aber auch nur für 10-15Minuten. Wenn sich eine Klasse oder ein Kind „schlecht“ verhielt, mussten sie allerdings drinbleiben, so dass die Klasse mit den anstrengendsten Kindern fast nie spielen durfte.  Ich wird mich immer an den einen Tag erinnern, an dem eine Busfahrerin die Kinder abholen wollte und fragte: „Und, wie habt ihr euch heute benommen?“  und als Antwort kam von allen Kindern  „Schlecht“.

Ein Mal im Monat kommt sogar die Zahnärztin und zeigt den Kindern wie man sich richtig die Zähne putzt… das haben die Meisten leider auch bitter nötig, es gab nicht wenige Male, dass ein Kind aufgrund von Zahnschmerzen heulend zu mir ankam oder ein strahlendes Kinderlachen von schwarzen Zähnen verziert wurde… traurig, dass trotz allem jedes Kind jeden Tag Chips, Kekse, Bonbons und andere Süßigkeiten zum Essen mitbekommt. Ab und zu wurde sogar im Kindergarten gekocht und die Kinder die wollten, konnten dort essen. Meist gab es Reis mit Fleisch, Suppe oder ab und zu auch mal Spaghetti. Dazu bekommen die Kinder mehrmals in der Woche kleine Milchpäckchen und Kekse von der Regierung mit nach Hause, die alle möglichen Vitamine und Nährstoffe enthalten um eine „gesunde“ Ernährung der Kinder zu gewährleisten.

Da wir uns im Kindergarten immer weniger gebraucht fühlten und uns immer mehr langweilten, freuten wir uns immer mehr auf die Sommerferien, die am 08.12.2011 begannen. Am letzten Schultag wurden die Eltern eingeladen und die Kinder wurden einzeln aufgerufen und bekamen ein Zertifikat in die Hand gedrückt… und dann begannen knapp zwei einhalb Monate Freiheit und Langeweile.

Freitag, 20.01.2012

Portobelo y Isla Grande

Im Dezember fiel mal wieder aufgrund irgendwelcher Feiertage der Kindergarten für die letzten zwei Tage der Woche aus, so dass Tanja und ich die Gelegenheit ergriffen für das verlängerte Wochenende wegzufahren. Nach einer langen Diskussion mit meiner Mutter in der mindestens zehn mal das Wort "peligrosisimo" (Steigerung von gefährlich) vorkam, durfte ich dann doch reisen.

Meine Familie ist es nicht gewohnt, dass ich 1. etwas ohne meine Familie unternehmen und 2. mehr als nur diese Provinz sehen möchte, da ich schließlich nur ein Jahr hier bin und meine Lieblingsbeschäftigung "leider" nicht darin besteht den ganzen Tag fernzusehen... die Jugendlichen in meinem Alter sind hier noch sehr unselbsständig und Mama-Abhängig, sogar meine 31 jährige Schwester ist nach 30Jahren zum ersten Mal ohne ihre Eltern verreist. Daher sind sie Unabhängigkeit von der Familie nicht gewohnt und da ich dazu noch eine Weiße bin, werde ich noch mehr beschützt, was manchmal sehr einengend sein kann.

Da AFS seine Erlaubnis erteilte, die sowieso immer über der der Familie steht, reiste ich nun mit Nelson und Tanja nach Portobelo. Wir fuhren morgens los und blieben den Nachmittag über in der Hauptstadt. Wir stiegen auf einen Berg, von dem man aus eine wunderschöne Sicht auf die Hochhäuser Panamas und auf den Kanal hatte, erkundeten das Viertel "Casco Viejo" das durch seine sehr Alten aber dafür sehr schönen Häusern berühmt ist und spazierten die "Cinta Costera" (Fußgängerweg an der Pazifikseite) entlang... es war echt ein schöner Tag :)

 

Abends fuhren wir weiter nach Colon, die angeblich gefährlichste und hässlichste Stadt in ganz Panama, was schon ein komisches Gefühl war… wir warteten im Supermarkt auf Pater Carlos, einem Freund von Nelson, bei dem wir in Portobelo wohnen sollten. Nach einstündiger Fahrt kamen wir im Dorf an und legten uns auch sofort schlafen. Am nächsten Tag wollten wir mit dem Bus weiter zur Isla Grande fahren…doch auch wenn sonst meist das Bussystem in Panama funktioniert – dieses Mal kam auch nach anderthalb Stunden noch kein Bus. Schließlich nahm uns ein Privatbus für ein paar Dollar mit. Es war wohl die unvergesslichste Busfahrt meines Lebens! Der Bus war ein Diablo rojo, (roter Teufel), ein typischer bunt bemalt und beklebter Bus in dem laute Partymusik lief. Allgemein vermisse ich in Panama ein bisschen die typische Lateinamerikanische Leidenschaft, zum Beispiel beim Tanzen oder auch einfach vom Lebensgefühl her. Auf der Karibikseite ist dies auf jeden Fall noch vorhanden. Die Leute sangen, tanzten im Bus zur Musik und man merkte ihnen richtig an wie viel Spaß sie am Leben haben. Es war einfach eine unglaublich lockere, ausgelassene und fröhliche Atmosphäre…unvergleichbar  zu den Busfahrten und dem Lebensgefühl in meiner konservativen und langweiligen Provinz Los Santos.

Mit einem kleinen Boot fuhren wir für 4$ zur Isla Grande, die wirklich ein kleines Paradies mit hellem Strand, kristallklarem Wasser und Palmen ist. Wir gingen in der Karibik baden und erkundeten die Insel zu Fuß, stiegen auf einen alten Leuchtturm, von dem man eine sehr gute Sicht hatte und genossen einfach das Meer und die Sonne. Abends schipperten wir mit Kajaks vom anliegenden Hotel auf dem Meer herum und fuhren dann anschließend mit dem Pastor, der in der Nähe eine Messe hielt, mit nach Hause. Zwischendurch sammelten wir noch ein paar Nonnen ein, die uns Pizza mitbrachten :)

 

Am nächsten Tag erkundeten wir Portobelo. In Portobelo war früher eine berühmte Hafenstadt mit großen Festungsanlagen der Spanier, von denen heutzutage allerdings nur noch die Ruinen zu sehen sind. Auch seine Bedeutung als Hafenstadt hat das kleine Dorf inzwischen schon längst verloren. Berühmt ist es trotzdem noch für seinen „Christo Negro“ (schwarzen Christus) zu dessen Ehren ein Mal im Jahr eine große Prozession abgehalten wird. Die Legende besagt, dass zu Zeiten einer großen Cholera – Epidemie am Hafen eine Kiste auftauchte, die einen schwarzen Christus beinhaltete. Nach dem dieser in die Kirche gebracht wurde, verschwand am gleichen Tag die Epidemie und der schwarze Christus erlangte seine Berühmtheit.

 

Nachmittags fuhren wir dann mit dem Bus zurück über Colon nach Panama und von dort aus wieder nach Hause nach Guararé. Es war ein perfektes Wochenende :)

 

Freitag, 30.12.2011

Krank

 

Krank

Schon am Abend vom Muttertag nach dem Essen fühlte ich mich nicht gut, aber das schob ich lieber aufs Überessen. Heute Morgen ging es mir dann allerdings ziemlich schlecht, so dass ich nur im Bett lag und gammelte. Da ich eigentlich nicht zum Arzt wollte, nahm ich meine eigenen Kohletabletten, hoffte auf Besserung und erzählte meinen Eltern erst einmal nichts, da sie letztes Mal bei einem bisschen Schnupfen schon meinten, ich müsste zum Arzt und eine Spritze bekommen. Hier rennt jeder bei jeder Kleinigkeit zum Arzt und bekommt zig Tabletten verschrieben. Da meine Eltern auch fast die ganze Zeit nicht zu Hause waren, war es nicht mal schwer es zu verheimlichen. Letztendlich bin ich dann doch auf Nelsons Drängen hin mit Tanja zum Arzt gefahren. In zwei Tagen kommt nämlich mein deutscher Freund für einen Monat her und bis dahin muss ich fit sein um ihn aus Panama abholen zu können. Die Ärztin schob meine Magenprobleme auf das Essen von gestern (vermutlich das Hähnchen) und verschrieb mir erst einmal drei verschiedene Medikamente, sowie Cola für meinen Kreislauf, der mal wieder Probleme machte. Essen sollte ich doch Kartoffeln und Fleisch, allerdings nur gebratenes Fleisch… jaaa.. wenn ich vom Fleisch Bakterien im Magen habe und mir eh schon schlecht ist, ich mich kaum auf den Beinen halten kann, werde ich sicherlich Fleisch essen. Nein danke, so panamaisch werde ich echt nicht… im Moment kann ich leider nur im Bett liegen und auf Besserung warten. 

 

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